Draußen ist Pilzzeit - und auf dem Spieltisch auch. Unser Pilz-Quartett bringt 32 Pilze auf den Tisch: vom Steinpilz über Pfifferling und Rotkappe bis zum Hallimasch. Wer Quartette sammelt, lernt ganz nebenbei, welche Pilze man essen kann und welche man besser stehen lässt.
So wird gespielt
Gespielt wird ab drei Mitspielern und ab 5 Jahren, eine Runde dauert 20 bis 30 Minuten. Die Karten werden gemischt und verteilt. Dann fragt man reihum einen Mitspieler nach einer Karte, die einem zum Quartett fehlt. Hat er sie, muss er sie hergeben, und man darf weiterfragen, bis jemand "nein" sagt. Am Ende gewinnt, wer die meisten vollständigen Quartette abgelegt hat. Wer sich merkt, wer welche Karte hat, ist klar im Vorteil - das trainiert ganz nebenbei das Gedächtnis.
Gute und Giftige nebeneinander
Die 32 Karten sind in acht Quartette eingeteilt, nummeriert mit römischen Ziffern von I bis VIII. Das Besondere: In vielen Quartetten stehen essbare Pilze direkt neben ihren giftigen Doppelgängern. Der Steinpilz sammelt sich mit dem Satanspilz, der Speisetäubling mit dem Speitäubling, der Schirmpilz mit dem Grünen Knollenblätterpilz. So prägt man sich beim Spielen die Unterschiede ein.
wertvoller Speisepilz Satanspilz
giftig!
guter Speisepilz Grüner Knollenblätterpilz
tödlich giftig
Zum Spiel gehört ein Faltblatt, das jeden Pilz beschreibt: wann er wächst, wo man ihn findet und womit man ihn verwechseln kann.
Spielen wie 1949
Ganz unten auf einer Karte steht klein: "Aus dem Jahr 1949". Die Hinweise zum Pilzesammeln sind also über 75 Jahre alt, und man liest es ihnen an. Das Quartett sei "nicht nur als Gesellschaftsspiel zu verwenden, sondern auch beim Durchstreifen der Wälder ein leicht mitzunehmender Freund und Partner". Manche Ratschläge gelten bis heute:
"Sammle in einen Korb oder Köfferchen, Säcke und Taschen zerdrücken das wertvolle Gut!"
"Stoße Pilze nicht um, wenn du sie nicht kennst."
Auch die Spielregel klingt nach damals. Wer beim Fragen schwindelt und eine Karte verleugnet, zahlt "eine vorher zu vereinbarende Strafe in die Spielkasse". Was in die Spielkasse kommt, darf jede Familie selbst entscheiden.
Noch mehr Herbst auf dem Spieltisch
Wer lieber den ganzen Wald sammeln möchte: Unser Quartett "Unser Wald" zeigt auf 32 Karten Bäume, Vögel und Käfer des heimischen Waldes (Original 1962). Und mit dem Brettspiel "Wir sammeln Pilze" geht es auf Wanderung über den Spielplan - Pilzarten kennenlernen und Waldregeln beachten, für 2 bis 6 Spieler ab 6 Jahren (Original 1971).
Alle drei Spiele zeigen wir auch in unserem Video auf YouTube und Instagram.



